Diese Webseite verwendet Cookies

Klicken Sie auf „Ich stimme zu“, um Cookies zu akzeptieren und alle Funktionen auf unserer Website nutzen zu können oder auf „Ich stimme nicht zu“, um keine Cookies zu setzen.
Nähere Informationen hierzu und zu Ihren Rechten als Benutzer finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Stationäre Leistungen

Wohngruppen (WG) Haupthaus

Kinder- und Teeniegruppen

In unserem Haupthaus befinden sich 4 Wohngruppen (WG Rot | WG Blau | WG Grün | WG Gelb) , die sich je nach Alter und Zielgruppe unterscheiden. In allen Gruppen geht es vorrangig um eine intensive Eltern- und Familienarbeit auf der Grundlage systemischer Beratung, mit dem Ziel der Rückführung in den elterlichen Haushalt.

Wir stärken Eltern in ihrer Rolle als „Experten“ ihrer Kinder und binden sie in die täglichen Abläufe, wie Arztbesuche, Begleitung zum Sportverein, Friseur oder zum Einkaufen von Bekleidung mit ein. Auch eine ritualisierte Begleitung z.B. bei den Mahlzeiten oder beim „zu Bett bringen“ ist möglich.

Den Kindern soll der Verbleib in den ihnen bekannten Netzwerken, wie Kindergarten und Schule erhalten bleiben, um Bindungsabbrüche zu vermeiden. Durch freizeitpädagogischen Maßnahmen in Vereinen, wie auch im Rahmen unserer einrichtungsinternen erlebnispädagogischen Arbeit, ermöglichen wir weitere Lernimpulse.

Sollte die Rückkehr ins elterliche Umfeld nicht gelingen, kann ein interner Wechsel in eine für den jungen Menschen passgenaue Wohngruppe - auch unter dem Aspekt der Verselbstständigung erfolgen und Perspektive schaffen.

WG Rot

für Kleinkinder im Alter von 2 bis ca. 6 Jahre

  • Besonders enge Einbindung der Eltern in die tägliche Arbeit der Wohngruppe.

  • Kleinkindspezifische, gruppeninterne Förderung, die den Kindern durch Angebote und Aktionen eine zusätzliche Förderung der Gesamtentwicklung bietet. Aufgrund des sehr jungen Alters, liegt hier der Fokus auf einem befristeten Aufenthalt, der  so kurz wie möglich und so lange wie nötig gestaltet sein sollte.

WG Grün

für Kinder im Alter von 3 bis ca. 13 Jahre

  • richtet sich an junge Menschen, deren Perspektivklärung und die Stabilität der schulischen Situation im Fokus stehen. Für die Kinder und Jugendlichen geht es um Orientierung, welche ihnen durch eine klare Tagesstruktur Sicherheit vermittelt. Gemeinsam wird, mit individuell zugeschnittener Unterstützung der Fachdienste, an einer tragfähigen Eltern-Kind-Beziehung
    gearbeitet.

WG Blau

Traumapädagogische Wohngruppe für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren

  • Die Wohngruppe wird als "sicherer Ort" für die Kinder gestaltet
  • Traumapädagogische Begleitung der Kinder im Alltag und Angebote zur Erarbeitung von Methoden, um diese in die alltäglichen Strukturen zu übernehmen. Dies soll der emotionalen Stabilisierung dienen
  • Der Aufenthalt ist konzeptionell auf mindestens 1 Jahrfestgelegt
  • Im Verlauf wird die Stabilisierung des Kindes im Familiensystem und dem Netzwerk analog zum Hilfeprozess gestaltet
  • Familiengespräche finden auch im Haushalt der Familie statt

WG Gelb

für Kinder und Teenies im Alter von 6 bis 14 Jahre

  • Für Kinder mit einem starken schulischen Unterstützungs- oder Förderbedarf. Die jungen Menschen bekommen in dieser schwierigen Lebensphase an der ‚Schwelle zur Pubertät‘ psychologische Unterstützung und Orientierung im Prozess der Identitätsfindung angeboten.
  • Das Team kooperiert eng mit dem Fachdienst Schule und schafft verbindliche Strukturen - mit dem Ziel, den Teenies über Erfolgserlebnisse die Institution Schule wieder als positiven Lernort erleben zu lassen.

Außenwohngruppen

WG Königslutter

für Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis ca. 14 Jahre

  • Richtet sich an Kinder und Jugendliche, die insbesondere mit einer längerfristigen Perspektive ein kleinräumiges, familienanaloges Setting benötigen. Das Miteinander von jüngeren und älteren Kindern/Jugendlichen verstärkt das „familiäre“ Zusammenleben. Hierdurch können Rücksichtnahme und Vorbildfunktion im Alltag (vor-) gelebt werden.
  • Mit dem Elm vor der Tür bieten wir den Kindern eine reizarme Umgebung, die insbesondere für naturnahe Angebote hervorragend geeignet ist und gemeinsam mit dem erlebnispädagogischen Fachdienst individuell wie auch gruppenbezogen genutzt wird.
  • Das geräumige Einfamilienhaus mit großem Spielgarten befindet sich nahe des Stadtzentrums und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Es gibt ein gutes Netzwerk von Ärzten, wie auch Fachärzten, Therapeuten und anderen Fachkräften, die im Hilfesystem erforderlich sind. Einkaufsmöglichkeiten sind ebenso ausreichend vorhanden.
  • Im Rahmen regelmäßiger Gespräche und aktiver Einbindung von Eltern in Alltagsprozesse erfolgt eine intensive Familienarbeit auf der Grundlage systemischer Beratung. Wir arbeiten gemeinsam an einer tragfähigen Eltern-Kind-Beziehung.

 

Mutter-Kind-Haus Intensiv

Für Schwangere und Mütter ab 14 Jahren mit ihren Säuglingen / Kindern
in hochbelasteten Lebenssituationen mit besonderem Hilfebedarf.

  • Die jungen Frauen mit sehr schwierigen psychosozialen Hintergründen, psychiatrischen Erkrankungen oder seelischen Beeinträchtigungen durch Gewalt-, Sucht- oder Verwahrlosungserfahrungen werden innerhalb dieser gemeinschaftlichen Wohnform individuell und intensiv betreut.
  • Ein dreimonatiges psychosoziales Screening zu Beginn der Maßnahme verhilft zu einem optimalen Einstieg in den Betreuungsprozess. Wir bieten gezielte Angebote zur Aktivierung und Erweiterung der sozialen Kompetenzen z.B . Alltagstraining, Korrigierende Bindungserfahrungen, Babymassage, Video- Interaktions-Training ( VIT), PEKiP-Gruppen, Kinderbetreuung, etc.
  • Der weitere Verlauf der Maßnahme wird in einem engmaschigen Hilfeplangespräch alle 3 Monate überprüft und bei Bedarf entsprechend angepasst.
  • Wir bieten den jungen Müttern mit ihren Kindern ein geschütztes Umfeld, in der sie orientierende Alltagsstrukturen und Entlastungsmöglichkeiten als neue Erfahrung erleben können. Ebenso unterstützen wir die jungen Mütter bei der Entwicklung einer nachhaltig stabilen Lebensform für sich und ihr Kind.

 

WG Hebbelstrasse

Für männliche Jugendliche ab 16 Jahre

  • Im Fokus steht die aktivierende Hilfestellung unter dem Aspekt des Verselbstständigungsprozesses zur nachhaltigen Integration in den Bereichen Schule, Bildung, soziale Netzwerke, Umgang mit Institutionen und Behörden.
  • Wir begleiten und unterstützen die jungen Menschen dabei, eine nachhaltige Perspektive zu entwickeln und zu lernen, diese eigenständig zu gestalten.
  • Bei Bedarf unterstützen und begleiten wir aktiv die Suche einer individuell angepassten Anschlussmaßnahme.

Jugendhaus Rühme

für Jugendliche ab 14 Jahre

  • Im Fokus steht die Verselbstständigung der jungen Menschen
  • Die Wohngruppe verfügt über zwei Wohnhäuser, mit einem binnendifferenzierten
  • Verselbständigungskonzept, das von einem gemeinsamen Team durchgeführt wird. Im Rahmen der Verselbstständigung erfolgt ein schrittweiser Übergang vom Haus „Tom Sawyer“ zum Haus „Huckleberry Finn“.
  • Haus „Tom Sawyer“: klare Tagesstruktur, gemeinschaftliches Zusammenleben. Die Jugendlichen bewohnen jeweils ein Einzelzimmer und werden Schritt für Schritt auf ein selbstständiges und eigenverantwortliches Leben vorbereitet.
  • Appartement-Haus „Huckleberry Finn“: Intensive Vorbereitung auf die letzten Schritte der Verselbstständigung. Sie verfügen zusätzlich über eine Küchenzeile und ein Bad oder nutzen dies im Haus zu zweit.
  • Im lebenspraktischen Bereich trainieren wir die Kontoführung, die Wäschepflege, das Einkaufen und Kochen sowie alle wichtigen Termine im Blick zu behalten.
  • Handlungsorientierte Angebote, wie z.B. gruppenübergreifende Aktivitäten des erlebnispädagogischen Fachdienstes (z.B. Trekking, Bogenschießen, GeoCaching, Radreisen, Klettern am Naturfels etc.). Die schulische Förderung und psychologische Beratung im Einzelsetting sind intensiv unterstützende / ergänzende Maßnahmen.
  • Auch mit intensiver Familienarbeit ist das Ziel auf eine Verselbstständigung, möglichst bis zur Volljährigkeit (auch darüber hinaus), ausgerichtet. Bei Bedarf werden individuell entsprechende Anschlussmaßnahmen gesucht. Auch eine Rückführung in den elterlichen Haushalt ist möglich.

 

Eltern-Kind-Haus

Für schwangere junge Frauen und alleinerziehende Mütter/Väter mit ihren Kindern

  • …die aufgrund unterschiedlicher Problemlagen noch nicht eigenverantwortlich und selbstständig als Familie leben können oder wollen und eine 24-Stunden-Betreuung benötigen. In den 50qm großen Wohnungen wollen wir den Familien ein realitätsnahes Leben ermöglichen und sie somit auf ihre Eigenständigkeit vorbereiten. Es besteht auch die Möglichkeit, Mütter/Väter mit mehr als einem Kind aufzunehmen. Auch die Betreuung von Kleinfamilien ist durch die Zusammenlegung von zwei Wohnungen möglich.

Phase I: 24 Stunden Konzept

  • Umfassende Unterstützung, Anleitung und Begleitung mit dem Ziel, eine größere Eigenständigkeit im Zusammenleben mit dem Kind zu erreichen.
  • Ressourcencheck, Gespräche beim hausinternen psychologischen Fachdienst, Videointeraktionstraining (VIT).
  • Zusätzliche hausinterne Gruppenangebote, wie Elterntraining, Babymassage, PEKIP, Kochkurse oder Eltern-Kind-Turnen sollen die Kompetenzen der Eltern erweitern.

Phase II: Trainingswohnen

  • Betreuung tagsüber im deutlich reduzierten Umfang - individuell auf den Bedarf der Eltern abgestimmt - mit dem Ziel, ein verantwortliches Leben in eigener Wohnung führen zu können.

 

Mobile Betreuung | MOB

  • Das Angebot der mobilen Betreuung (MOB) richtet sich an junge Menschen ab 16 Jahre, die im Rahmen der Verselbstständigung in Teilbereichen noch Unterstützungsbedarf aufzeigen. Ziel ist die Fortführung der Integration und das Leben in der eigenen Wohnung, daher ist die MOB primär als Anschlussmaßnahme für die Klienten der Wohngruppen St. Nikolaus konzipiert.
  • Die jungen Menschen trainieren nachhaltig die Eigenständigkeit im Alltag (z.B. Finanzen, Haushaltsführung, Behördenangelegenheiten) und erhalten Unterstützung bei der Verfestigung der beruflichen Perspektive und des sozialen Netzwerkes.
  • Ergänzend erhalten die geflüchteten jungen Menschen Begleitung und Unterstützung im Asylverfahren sowie eine Anbindung an spezifische Beratungsangebote. Die zuständigen Mitarbeiter verfügen - neben der systemischen Ausrichtung - auch über umfassende Kenntnisse in der Arbeit mit geflüchteten jungen Menschen aus anderen Kulturen.