Qualitätsmanagement

Die Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung in der Kinder- und Jugendhilfe St. Nikolaus ist ein kontinuierlicher Prozess der Auseinandersetzung mit der pädagogischen Arbeit und den damit verbundenen Begleitprozessen. Dies gilt insbesondere auch für die Auswahl und Weiterentwicklung der Mitarbeiter.

Der neue Landesrahmenvertrag vom 01.06. 2012 definiert im QM Verfahren vier Teilbereiche:

1. Eingangsqualität
2. Strukturqualität
3. Prozessqualität
4. Ergebnisqualität

Diese Teilbereiche stehen in Wechselwirkung zueinander und sind nicht isoliert zu betrachten.

 

1. Eingangsqualität
  • Ein standardisiertes Aufnahmeverfahren für die jungen Menschen, differenziert nach Zielgruppen, steht zur Verfügung, auch für Inobhutnahmen
  • Wichtig zur Erfassung relevanter Informationen über Hintergründe, Ziele und erste Schritte zur konkreten Auftragsklärung und Ausführung, sowie erste Terminierungen mit dem öffentlichen Träger und der Familie
  • Erste Informationen zum Mitwirkungs- und Beschwerdeverfahren werden gegeben (Flyer)
  • Grundsätzlich wird eine kooperative Zusammenarbeit mit dem öffentlichen Träger, der Familie und allen weiteren am Prozess beteiligten Personen im Rahmen des Hilfeplanverfahren auf der Grundlage des § 36 SGB VIII sicher gestellt
 
2. Strukturqualität
  • Die Einrichtung St. Nikolaus überprüft gemeinsam mit dem geschäftsführenden Vorstand der Stiftung in regelmäßigen Abständen die aktuellen strukturellen Merkmale der Einrichtung und verändert sie im Bedarfsfall (Leistungsangebote). Wesentliche Veränderungen werden mit dem zuständigen Kostenträger in Kooperation abgestimmt
  • Ein monatliches betriebswirtschaftliches Controlling ist gegeben
  • Die Einrichtung ist in die Verbandsstruktur des Caritasverbandes für die Diözese Hildesheim e.V. als Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege eingebunden
 
2.1 Personal- und Teamentwicklung
  • Zur Prozesssteuerung ist die Erziehungsleitung einmal wöchentlich beratend in den Teamsitzungen, die Mitarbeiter der Fachdienste zusätzlich einmal monatlich, oder nach Bedarf
  • Die Einrichtungsleitung ist mindestens zweimal jährlich zum fachlichen Austausch in den Teams
  • Der regelmäßige kollegiale Beratung in den Teams erfolgt durch die Gruppenleitung
  • Monatliche externe Supervision ist gewährleistet
  • Die Vernetzung auf Leitungsebene zusammen mit den Fachdiensten findet regelmäßig einmal wöchentlich statt
  • Regelmäßige Fortbildungen mit Schwerpunkten in der systemischen Arbeit und anderen fachspezifischen Themen für jeden Mitarbeiter
  • Eine mehrtägige Inhouse-Veranstaltung findet mindestens einmal jährlich zu aktuellen fachspezifischen Themen statt. Die Absprache dazu erfolgt basisorientiert.
  • In Fachkonferenzen mit den Teams wird zu unterschiedlichen Themen im Rahmen des Qualitätsentwicklungsprozesses diskutiert
  • Ein standardisiertes Personalauswahlverfahren und ein Verfahren zur Einarbeitung neuer Mitarbeiter wird vorgehalten
  • Stellenbeschreibungen für die unterschiedlichen Bereiche liegen vor
  • Es werden jährliche Zielvereinbarungsgespräche mit jedem Mitarbeiter geführt
 
3. Prozessqualität

Wichtige „Schlüsselprozesse“, die im Verlauf der Maßnahmen von Bedeutung sind, werden kontinuierlich den aktuellen Erfordernissen angepasst. Dabei ist es uns wichtig, dass alle Ebenen innerhalb der Einrichtung eingebunden sind und Verantwortung für die Qualität unserer Arbeit übernehmen. Unser verlässliches Kommunikations- und Konferenzsystem ist dabei unterstützend.

Schlüsselprozesse, die kontinuierlich reflektierend betrachtet werden müssen, sind:

  • das Aufnahmeverfahren
  • das Hilfeplanverfahren
  • der Hilfeverlauf
  • die Beendigung einer Maßnahme

Für eine gute Vernetzung und Transparenz innerhalb der Einrichtung haben wir seit 2005 eine EDV-unterstützte, einheitliche Dokumentation mit  Berichtswesen.

Transparenz ist uns auch gegenüber den von uns betreuten Familiensystemen äußerst wichtig. Die für das Hilfeplanverfahren erstellten Betreuungsberichte werden grundsätzlich zusammen mit den jungen Menschen und deren Eltern erarbeitet und dem öffentlichen Träger fristgerecht zum Hilfeplangespräch zur Verfügung gestellt.

Das Mitwirkungs- und Beschwerdeverfahren ist in St. Nikolaus als standardisiertes Verfahren implementiert worden. Partizipation wird in den Gruppen gelebt und ist zielgruppenspezifisch ausgerichtet. Zufriedenheitsbefragungen mit den jungen Menschen werden innerhalb des Prozesses halbjährlich durchgeführt und ausgewertet.

In das Beschwerdeverfahren ist die Einrichtungsleitung eingebunden.

Der Hilfeverlauf wird evaluiert, das Verfahren ist an das Hilfeplangespräch gekoppelt.

Für die Wahrnehmung der Garantenstellung gem. § 8a SGB VIII werden die vereinbarten Qualitätsstandards zwischen dem Jugendamt der Stadt Braunschweig vom 07.01.2010 verbindlich gewahrt.

 

4. Ergebnisqualität
  • Jede Maßnahme wird in Übereinstimmung mit dem öffentlichen Träger und der Familie beendet. Bei einem nicht geplanten Maßnahmenende wird frühzeitig Transparenz hergestellt, damit evtl. Anschlussmaßnahmen eingeleitet werden können.
  • Im Abschlussgespräch wird der Hilfeverlauf mit allen Prozessbeteiligten reflektiert und eine abschließende Zufriedenheitsbefragung über den Verlauf der Maßnahme durchgeführt
  • Familien werden mit einem Netzwerk entlassen, damit eine Nachhaltigkeit der Hilfe gewährleistet ist.
  • Ein Jahr nach Beendigung einer Maßnahme wird eine Katamnesebefragung mit den Eltern und dem Kind/Jugendlichen durchgeführt. Bei nicht schulpflichtigen Kindern verzichten wir auf die Befragung.
  • Die Auswertungen der Katamnese werden den öffentlichen Trägern, mit denen wir zusammenarbeiten, zur Verfügung gestellt

 

Freiwilliges Soziales Jahr

Wir bieten die Gelegenheiten, sich im FSJ oder BFD zu engagieren. Ab dem 01.08. oder 01.09. sind neue Stellen zu besetzen!

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