Fachdienst Erlebnispädagogik

Die Tätigkeiten des Fachdienstes sind unterschiedlich gewichtet und orientieren sich an der Bedarfslage und der jeweiligen Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen in den Wohngruppen St. Nikolaus.

Die Arbeit richtet sich insbesondere an junge Menschen mit besonderen psychosozialen Auffälligkeiten, als Einzel- sowie Gruppenaktionen. Die Aktionen werden auch gruppenübergreifend in Form von langfristig angelegten Projekten in- und außerhalb der Region durchgeführt.

Methoden der Erlebnispädagogik werden in der Arbeit mit den jungen Menschen auf Grundlage der systemischen Arbeit umgesetzt, um die Vernetzung und den Transfer der Erfahrungen in den Gruppenalltag und die Handlungskompetenz des jungen Menschen zu erleichtern. Ziel ist, den jungen Menschen in seinem Veränderungsprozess nachhaltig zu fördern. So ermöglicht die gruppenübergreifende Arbeit zudem ein Erschließen neuer Handlungsmöglichkeiten, Ressourcen etc. (durch neue Bezüge z.B. Personen/Orte) und unterstützt die Veränderungen dadurch, dass mehrere junge Menschen aus einer Wohngruppe die Erfahrungen teilen.

Die handlungsorientierte Arbeit im naturnahen Raum lädt zu vielfältigen Ansätzen ein, um innere Prozesse des Klienten zu aktivieren. Durch die natürliche und professionell gesteuerte Begrenzung der gewohnten Handlungsalternativen (Raum, Zeit, Handlung) kann es gelingen, neue Handlungsfelder, Persönlichkeitsmerkmale, Ressourcen, Rollenbilder und Sichtweisen zu erarbeiten. Das Erfahrungslernen steht hierbei im Vordergrund gegenüber klassischen statischen Lernmodellen.

Die „nicht zu diskutierenden Grenzen“ der Methode bietet den jungen Menschen im Bereich der Impulskontrolle/Regulationsfähigkeit ein Lernfeld, da sie auf sich selbst und ihre Rolle in der Gruppe geleitet werden. Dabei sehen wir grundlegend die Verbindung von physischen und psychischen Anforderungen.

In der Methode steht „nie“ nur die Aktion im Vordergrund. Der Prozess orientiert sich am Zyklus der systemischen Erlebnispädagogik aus „Ereignis- Erlebnis- Erfahrungs- Erkenntnis- Erprobungs- Entwicklung“, also aus Phasen der Aktivität und der Ruhe.

Die Arbeit in der Gruppe mit den dynamischen Prozessen gemeinschaftlichen Handelns fördert zudem die Partizipationsfähigkeit des jungen Menschen. Durch die Wahrnehmung der Selbstwirksamkeit, durch z.B. fachsportliche Notwendigkeiten (Metaphern: „gemeinsam in einem Boot sitzen“, „Ich glaub, ich steh alleine im Wald“) werden die jungen Menschen befähigt, sich effektiver an „demokratischen“ Prozessen (wie z.B. dem Gruppenalltag) zu beteiligen.

Als Methoden werden z.B. folgende Elemente genutzt:

  • Trekking
  • Radwanderungen
  • Wasserwanderungen im Kajak und Kanu
  • Klettern und Sichern am Naturfels
  • Arbeit mit Hoch- und Niedrigseil - Elementen
  • Kooperations- und Interaktionsübungen

 

Freiwilliges Soziales Jahr

Wir bieten die Gelegenheiten, sich im FSJ oder BFD zu engagieren. Ab dem 01.08. oder 01.09. sind neue Stellen zu besetzen!

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